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Vertrauen wagen!

Die neue Regionalliga-Saison steht vor der Tür. In früheren Jahren begann rechtzeitig das Kribbeln: Was wird die neue Saison bringen? Wo wird unsere Mannschaft landen? Werde ich alle Freunde auf den Traversen des Karlis wiedertreffen?

Eine Baustelle nach der anderen!Glaubt man den sozialen Netzwerken wie dem Nulldrei-Internet-Forum oder den Einträgen auf der SVB-Facebook-Seite, ist von Vorfreude wenig zu spüren. Pessimismus aller orten: Die Mannschaft vergleichbar schlecht wie im Vorjahr, als erst auf den letzten Poeng die Klasse gehalten werden konnte. Die Eintrittspreise zu teuer, die Kommunikation unbefriedigend und der Service schlecht. Außerdem gefällt das Design des T-Shirts mit dem Kooperationspartner Lonsdale nicht (jeder). Im übrigen hätte „der Verein“ ja Demuth entlassen und hätte nun wenigstens auch Cem Efe mit laufendem Vertrag rausschmeißen sollen.

Nicht ungewöhnlich ist die Konnotierung derlei Unmutsbekundungen mit einem „die da oben“ „hinter den großen Scheiben“, womit wohl Vorstand und Aufsichtsrat sowie hauptamtliche Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle des SVB gemeint sein dürften. Weiter würden die Leistungen der Fans schon lange nicht mehr gebührend gewürdigt und die gewählten Vertreter würden sich von der Basis des Vereins - gemeint sind vermutlich die Mitglieder - entfernen.

Anlass für die teils schlechte Stimmung waren sicherlich auch einige handwerkliche Fehler des Vereins. Dennoch ist die Schärfe und Bandbreite der Unmutsäußerungen im Verhältnis zu den Rahmenbedingungen und Möglichkeiten des Vereins unangemessen. Die Ursachen müssen also tiefer liegen.

Drei Jahre dritte Liga auf Pump sowie die Aufstiegsspielzeiten in Oberliga und Regionalliga, als finanzielle Mittel für den Verein mehr oder weniger politisch erpresst wurden, haben einigen Stadion-Gängern offensichtlich den Blick für die ökonomischen Realitäten vernebelt. Mindestens dreieinhalb Jahre haben politische und persönliche Affären (Hechel, Speer, Paffhausen), Großmannssucht, ideologische Grabenkriege und persönliche Eitelkeiten (Brüggemann, von Gierke, Petermann) „den Verein“ beschädigt. Anzunehmen, diese Schäden wären innerhalb eines Jahres zu reparieren, ist unrealistisch. Wer den heutigen SVB mit den Maßstäben der damaligen Zeit misst, muss im Ergebnis daneben liegen.

Offensichtlich haben wenige Menschen eine Vorstellung von dem realen Umfang der Belastungen und den Risiken, einen ehrenamtlichen geführten Verein in der Regionalliga zu steuern und für eine hinreichende Finanzierung Verantwortung zu übernehmen. Erst seit gut einer Saison haben sich einzelne Personen wie Archibald Horlitz und Götz Schulze, die bereits Integrität und Engagement gezeigt haben, mit verbliebenen Mitgliedern und Angestellten des Vereins zu einer tragfähigen Führungs- und Geschäftsstruktur zusammengefunden. Statt diese neue Mannschaft nun arbeiten zu lassen und sie nach Kräften zu unterstützen, wird Kritik von den vermeintlich treuesten Mitgliedern und Fans häufig überzogen und mit dem Entzug der Solidarität gedroht.

Cem Efe weist den Weg!Doch schlechte Laune und Soli-Entzug sind es gerade nicht, was der Verein benötigt. Vielmehr muss in der gegenwärtigen Situation jeder fragen: Was kann ich für meinen Verein tun? Ohne Frage ist unsere Mannschaft erneut eine Wundertüte, die sich aber nur finden kann, wenn sie die notwendige Rückendeckung und Unterstützung erhält. "Vertrauen wagen!" sollte die Devise sein.

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Derby-Sieg im Karli

Brandenburg Derby: SVB vs. FCE 2:1Das Rückspiel gegen Energie Cottbus zeigte wieder einmal, welchen Unterhaltungswert Fußball im Karli haben kann. In einer spannenden Partie hatte der SVB schließlich das bessere Ende auf dem Platz für sich. Andis Shala und Apo Beyazit in der Nachspielzeit besorgten die Treffer zum 2:1 Heim-Erfolg für Nulldrei. Der Equipe gelang der Einstieg in einen versöhnlichen Saisonabschluss mit vier Dreiern in Folge. Hätten die Blau-Weißen alle Spiele so ernst genommen wie die Begegnung mit den Lausitzern, wäre in der Meisterschaft mehr möglich gewesen.

Eine Episode ist zu Ende

Cem Efe beim Trainingsauftakt 2016/17Vier Jahre lang betreute Cem Efe die erste Mannschaft des SVB als verantwortlicher Trainer in der Regionalliga. Nun hat Cem Efe festgestellt: „Ich habe andere Ziele.“ Das ist in gewisser Weise ebenso erfreulich wie erstaunlich. Im Frühjahr 2015 verlängerte der gebürtige Berliner unter deutlich schwierigeren Vorzeichen seinen Vertrag am Babelsberger Park und erklärte: „Nach Babelsberg gibt es nicht viel, was reizvoll für mich ist.“

Vielleicht fehlten dem gebürtigen Berliner, der 2001/02 als Spieler 14 Zweitliga-Partien für den SVB absolvierte und dabei zwei Tore erzielte, die richtigen Worte zum Abschied. Jedenfalls wirkten die Aussagen des 38jährigen merkwürdig distanziert und irgendwie fremd. Dennoch stimmt die Bilanz und wie es scheint, wird sich der dreifache Familienvater nun erstmal seinem Nachwuchs widmen.

EWP Sponsoring vor Neuordnung

SVB 2016_17Kürzlich teilten die Stadtwerke Potsdam GmbH (SWP) auf Anfrage von Potsdamer Medien mit, dass Sponsoring-Leistungen der SWP Tochter Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) an die drei größeren Leistungssportvereine SC Potsdam, Turbine Potsdam und Babelsberg 03 neu verteilt werden. Insgesamt werden durch den Stadtkonzern und seine Energieversorger-Tochter – ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Energieversorger E.DIS - jährlich rund 750.000 Euro für Werbemaßnahmen im Sport und in der Kultur ausgegeben. Außerdem würden vermehrt Anfragen auf Förderung aus den Bereichen Soziales und Umwelt gestellt, denen man zukünftig gerecht werden wolle.

Sandscholle adé - Willkommen in Rehbrücke?!

Ehrentribüne Sandscholle, Fertigstellung 2010Die Babelsberger Traditionssportstätte Sandscholle – Heimstätte der Babelsberger Nachwuchsabteilung - soll zugunsten eines neuen Grundschulstandortes geschliffen werden. Die Fehleinschätzungen der Stadtpolitik zur Bevölkerungsentwicklung und die verfehlte Strategie, Haushaltsdefizite vergangener Jahre durch Verkauf kommunaler Immobilien zu decken, werden nun zum teuren Bumerang. Leidtragende sind Vereins- und Freizeitsportler in Babelsberg. Jammern hilft jedoch nicht – es gilt das Beste aus der Situation zu machen.

 

Rasenballsport feiert neuen Rekord

Keine 3 Monate in der 1. Bundesliga und schon jetzt hat Rasenballsport Leipzig einiges an neuen Rekorden aufzuweisen. Als Aufsteiger Tabellenführer zu sein, dies kann jedem mal passieren, aber das nach einer Live-Übertragung die Einschaltqoute mit 0,00 Millionen Zuschauern angegeben wird, das hatte bislang noch kein Verein geschafft.

Saisonstart geglückt

DFB-Pokal: Babelsberg vs. SC FreiburgNach fünf Meisterschaftspartien platziert sich der SVB in der Regionalligatabelle mit neun Punkten auf Rang 7. Dem Meisterschaftsdämpfer in Jena (0:3) und dem klaren Pokalaus gegen den Bundesligisten SC Freiburg (0:4) folgte eine starke Reaktion der Elf von Cem Efe. Im Pokal gegen Kolkwitz (4:0) und in der Meisterschaft gegen Lok Leipzig (2:0) kam man zu jeweils klaren Erfolgen. Die gegenüber der Vorsaison punktuell veränderte Mannschaft überzeugt fußballerisch und physisch. Gelingt es auf dem Teppich zu bleiben und Konzentrationsmängel abzustellen, ist ein Vorrücken in die Spitzengruppe der Regionalliga-Staffel Nordost möglich.

Erster Test auf der Wrangelritze

Hansa 07 vs. SVB 03Bereits in den beiden vorangegangenen Spielzeiten startete der SVB sein Testspielprogramm auf dem Kreuzberger Sportplatz Wrangelritze mit einem freundschaftlichen Vergleich gegen den Berliner Bezirksligisten Hansa 07. Zum Einsatz kamen nahezu alle Spieler des SVB.

Schafft Nulldrei den Turnaround?

Präsi und Vize in MalenteMit dem ersten Landespokalsieg seit 2011 qualifizierte sich der SVB für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals und wird damit erstmals seit längerem wieder auf der überregionalen Fußballbühne präsent sein. In der Sonnabendnacht wurde die Begegnung mit dem Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg ausgelost. Trotz verschiedener Baustellen scheint Babelsberg 03 nach drei Jahren Konsolidierung vor einer nachhaltigen Trendwende zu stehen.