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EWP Sponsoring vor Neuordnung

Die SWP und ihre Tochter EWP sind langjährige Partner des Potsdamer Spitzensports und der institutionalisierten Kultureinrichtungen. Wie auch in anderen Städten üblich, werden aus dem Etat der kommunalen Versorgungsunternehmen soziale, kulturelle und sportliche Aktivitäten gefördert. Beim SV Babelsberg 03 engagiert sich die EWP nach dem Ausscheiden des damaligen Haupt-(Trikot-)sponsors Eon Edis (Minderheitsgesellschafter der EWP) im Jahr 2007 als Trikotsponsor für den Kiezverein aus dem schönsten Potsdamer Stadtteil. In den Regionalliga-Spielzeiten seit 2014 betrug das Engagement der EWP pro Saison zwischen 190.000 und 210.000 Euro. In der Dritten Liga zwischen 2011 und 2013 lag das Sponsoring Engagement der EWP bei 250.000 bis 300.000 Euro. Nunmehr kündigte die SWP an, das Engagement für den Potsdamer Spitzensport zu überprüfen und die bisherigen Sponsoring-Ansätze zu überdenken.

Die Stadtwerke teilten zu ihrem neuen Betrachtungsansatz mit, dass die drei „großen“ Vereine SC Potsdam (Frauen-Volleyball, Bundesliga), Turbine Potsdam (Frauen-Fußball, Bundesliga) und Babelsberg 03 (Herren-Fußball, Regionalliga) zukünftig mit jeweils 130.000 Euro gefördert werden sollen. Der Ausdruck Förderung im Zusammenhang mit Sponsoring-Leistungen deutet schon auf eine grundlegende Fragestellung hin. Sponsoring bedeutet einen Leistungsaustausch. Der Sponsorgeber erhält für seine finanzielle Zuwendung eine Gegenleistung des Sponsornehmers, um Kommunikations- und Marketingziele zu erreichen. Dem steht eine Förderung durch Mäzene und als Spender gegenüber. Während der Mäzen keine konkrete Gegenleistung für seine Förderung erwartet, kann die Spende nur dann als Betriebsausgabe anerkannt werden, wenn sie für den gemeinnützigen Vereinsteil des Sponsornehmers verwendet wird. Beides dürfte nicht im Interesse der SWP liegen.

Die nunmehr angekündigte Anpassung des Sponsorings wird den Anforderungen des Leistungsaustauschs, insbesondere im Hinblick auf die möglichst konkrete Bestimmung eines Gegenwertes, den Wert der Werbeleistung, die durch die Sportvereine erbracht wird, kaum gerecht. Für den Wert der Werbeleistung und damit des Sponsoring-Betrages, der sich wohl kaum genau, aber doch hinreichend unterschiedlich bemessen lässt, sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen, u.a.:

  • Durchschnittliche Besucherzahlen
  • Anzahl der Veranstaltungen
  • Art der Produkt-/Logo-Präsentation (Trikotwerbung, Bandenwerbung, Anzeigen in Print- und Online-Medien)
  • Berichterstattung in Medien (Presse, Hörfunk, Fernsehen)

Soweit man die tatsächlichen Gegebenheiten der drei Vereine in den Blick nimmt, wird man recht schnell ganz erhebliche Unterschiede feststellen, die eine differenzierte Bewertung des Werbewerts erforderlich machen. So verzeichnete der SC Potsdam in den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 bei jeweils 12 Meisterschaftsheimspielen durchschnittliche Zuschauerzahlen von 1.148 bzw. 1.079 Besuchern. In der Saison 2015/16 lag der Durchschnittswert bei 14 Spielen bei 817 Zuschauern. Turbine Potsdam hatte in der vergangenen Saison einen Durchschnittsbesuch von 1.853 Zuschauern bei insgesamt 11 Spielen. In der Spielzeit 2014/15 betrug der Zuschauerschnitt bei Turbine 2.127 Besucher (11 Spiele), eine Spielzeit zuvor 2.154 Zuschauer (11 Spiele). Babelsberg 03 verzeichnete folgende durchschnittliche Besucherzahl in den vergangenen drei Spielzeiten: 2013/14: 2.440 Zuschauer (15 Spiele) 2014/15: 2.314 Zuschauer (15 Spiele) 2015/16: 2.025 Zuschauer (17 Spiele).

Spieljahr

SC Potsdam

Turbine Potsdam

SVB 03

 

Anzahl Spiele

Durch-schnitts-besuch

Gesamt-besuch

Anzahl Spiele

Durch-schnitts-besuch

Gesamt-besuch

Anzahl Spiele

Durch-schnitts-besuch

Gesamt-besuch

2013/14

12

1.148

12.576

11

2.154

23.694

15

2.440

36.600

2014/15

12

1.079

12.948

11

2.127

23.397

15

2.314

34.710

2015/16

14

817

11.438

11

1.853

20.383

17

2.025

34.425

2016/17

k.A.

k.A.

k.A.

10 *

1.797

17.790

16 *

2.048

32.768

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* beide Mannschaften haben jeweils noch eine Partie der aktuellen Spielzeit auszutragen.

SVB 03 2015/16

Auch die Art und Weise der Produkt- bzw. Logopräsentation unterscheidet sich recht erheblich. So trägt der SV Babelsberg 03 das EWP-Logo auf den Spieltrikots. Auch der SC Potsdam schmückt seine Spielkleidung mit dem Erkennungszeichen des Hauptsponsors, wenn auch in etwas reduzierter Form und durch weitere Sponsorlogos keineswegs so prominent präsentiert wie auf den Trikots der blau-weißen Kiezkicker. Turbine Potsdam präsentiert auf der wertvollsten Werbefläche hingegen den Partner AOK. Die EWP erscheint hier lediglich auf den Funktionsshirts des Trainer- und Betreuerstabs als untergeordnetes Logo.

Inwieweit die übrigen Werbe- und Kommunikationsleistungen (Berichterstattung in Medien, Abbildung in vereinseigenen Publikationen, Event- und Marketing-Partnerschaften etc.) sich unterscheiden, lässt sich nicht ohne weitergehende Recherche nachweisen. Mit den wesentlichen Merkmalen Besucherzahlen und Produkt- bzw. Logo-Präsentationen lassen sich aber bereits hinreichende Differenzierungen der Werbeleistungen der Sponsornehmer nachweisen. Die Unterschiede sind nicht fein, sondern gravierend und insofern ist eine Differenzierung des Sponsoring-Betrages nahezu zwingend.

Die Bewertungen der neuen Sponsoring-Strategie der SWP durch die Stadtverordneten zeugen leider von wenig Sachkenntnis. Immerhin wird nicht generell infrage gestellt, dass die städtischen Werke auch weiterhin den Leistungssport der Landeshauptstadt unterstützen dürfen. Soll aber die Unterstützung durch den kommunalen Konzern gerecht verteilt werden, kann es keine Bemessung des Sponsoring mit der Gießkanne bzw. dem Rasenmäher geben.

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Es wird immer schlimmer

Israels Nationaltrainer Andreas Herzog positioniert sich angesichts antisemitischer Beschimpfung gegen seinen Spieler Almog Cohen vom FC Ingolstadt eindeutig: "Es ist an der Zeit, dass die Politik die Reißleine zieht, dass Gesetze geändert werden, um so etwas hart betrafen zu können." Und zwar ganz egal, ob in Deutschland, in England oder Griechenland.

Der israelische Auswahlspieler Almog Cohen war während des Zweitliga-Spiels des FC Ingolstadt bei Union Berlin (0:2) nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt worden. Anschließend wurde Cohen von einem Twitter-User, der sich als Fan der Köpenicker darstellte, auf übelste Art und Weise antisemitisch beleidigt. Der 1. FC Union Berlin hat in dieser Sache umgehend Anzeige erstattet, der Staatsschutz ermittelt.

Im Land der Dichter und Denker

Blick nach BautzenZum Auftakt 2019 gastierte Civas Gang in Bautzen. Zweieinhalb Stunden Fahrt trennen Babelsberg und die historische Altstadt an der Spree. Ein kurzer Abstecher in die durch Senf und Knast berühmt gewordene Metropole der ostsächsischen Oberlausitz war bei bestem Frühlingswetter obligatorisch. Der Auftakt zur Abschiedstour des Teenie-Schwarms war mit einigen Überraschungen gespickt. Erstens darf seit Bautzen nie wieder jemand über die Musik-Auswahl im Karli meckern und zweitens hielt die Startelf einige Neuerungen bereit.

Vor-Frühling in Babelsberg

Kantersieg im Test: SVB 03 vs. FSV 63 8:1Zum dritten Februar-Wochenende ist Frühling in Babelsberg angesagt. Nachdem der Auftakt ins neue Spieljahr 2019 gegen den BAK im Karli wegen gefrorenem Geläuf noch abgesagt werden musste, steht bei 12 Grad und Sonnenschein der Auswärtsbegegnung in Bautzen mutmaßlich nichts im Wege. Ok, einsetzende Schneeschmelze im Lausitzer Bergland könnte die Spree zum reißenden Hochwasser treiben und die Sportanlage Müllerwiese überfluten. Doch wir wollen nicht gleich mit dem Schlimmsten rechnen.

Der Kunstrasen im Karli war Dank intensiver Pflege jedenfalls den ganzen Winter gut bespielbar und die Kibitze freuten sich an torreichen Vergleichen wie gegen den Spitzenreiter der Oberliga Süd aus der Fläming-Stadt Luckenwalde.

Die Verbände eliminieren den Wettbewerb

Meldungen über nachlassendes Interesse an der Bundesliga machen die Runde. Die Auslastung in einigen Bundesliga-Stadien sinkt. Gleichzeitig vermelden die Profiligen Umsatzrekorde. Grund sind weiter steigende Erlöse aus der Vermarktung, nicht nur der Fernsehrechte. Solange der Umsatz stimmt und die Ablösebeträge weiter unmoralische Höhen erreichen, wird das System funktionieren und am Laufen gehalten. Dabei sind gravierende Strukturmängel des Konzepts Fußball in Deutschland nicht zu übersehen. Sie können dauerhaft gefährlich werden für die Sportart Nummer 1.

U20 Auswahlspieler suspendiert

Nach seiner Spuckattacke gegen den deutschen U20-Kapitän Salih Özcan ist Jordan Teze vom niederländischen Fußball-Verband KNVB bis auf Weiteres suspendiert worden. "Das ist mit das Schlimmste, was man einem Gegenspieler antun kann. Diese Aktion können wir nicht tolerieren", teilte der KNVB mit. Zuvor hatte sich bereits der niederländische U20-Trainer Bert Konterman im Namen seines Teams und des Verbandes offiziell bei der deutschen Mannschaft entschuldigt. Der Vorfall hatte sich am Freitag nach dem Abpfiff der Partie in Meppen ereignet.

 

Nachdem Schiedsrichter Rosario Abisso aus Italien die Partie abgepfiffen hatte, kam es zu einer Rudelbildung. Auslöser der wilden Schubsereien unter den Junioren-Teams war Holland-Verteidiger Jordan Teze, der direkt nach Abpfiff den deutschen U20-Kapitän Salih Özcan vom 1. FC Köln in den Nacken spuckte.


(mehr dazu bei www.rtl.de)

Nachdem Schiedsrichter Rosario Abisso aus Italien die Partie abgepfiffen hatte, kam es zu einer Rudelbildung. Auslöser der wilden Schubsereien unter den Junioren-Teams war Holland-Verteidiger Jordan Teze, der direkt nach Abpfiff den deutschen U20-Kapitän Salih Özcan vom 1. FC Köln in den Nacken spuckte.


(mehr dazu bei www.rtl.de)

Fußball-Strukturreform: Ich habs zwar nicht gelesen, aber ich finde es trotzdem doof!

Max Eberl von Borussia Mönchengladbach hat das Thesenpapier von Union Berlin für eine Strukturreform des deutschen Fußballs etwas merkwürdig kommentiert. Er habe das Papier zwar nicht gelesen, aber es sei „eher kontraproduktiv, wenn alle Vereine einzelne Positionspapiere rausschicken. Ich denke, dass wir uns viel lieber zusammen Gedanken machen sollten.“ Auch Michael Zorc von Borussia Dortmund und Ralf Rangnick von RB Leipzig kritisierten die vorgeschlagenen Maßnahmen. Gut, bei Rangnick wundert man sich nicht, bei Zorc schon eher. Insgesamt wäre es aber doch überaus wünschenswert, wenn die Bundesliga-Verantwortlichen die Anregungen ihrer Köpenicker Kollegen ernsthaft zur Kenntnis nehmen würden. Die reflexhafte Ablehnung auch nur einer inhaltlichen Auseinandersetzung spricht dafür, dass der Status Quo der „Wohlhabenden“ erhalten und zementiert werden soll.

Droht etwa Ungemach???

SVB-Mitgliederversammlung 2018Es ist noch nicht allzu lange her, da überraschte Archibald Horlitz die Mitglieder des SVB mit der Ankündigung gravierender Veränderungen beim SVB. Wie die Babelsberger Stadionzeitung NULLDREI berichtete, stellte der Vorstandsvorsitzende des SVB bei der Mitgliederversammlung Ende Juni 2018 Reformen der Vereinsstruktur in Aussicht und kündigte zudem seinen Rückzug aus dem Vorstandsamt zum Ende September 2018, spätestens aber zum Ende des Jahres 2018 an.

Laut Horlitz sollten die Mitglieder durch die Aufsichtsratsvorsitzende Katharina Dahme zu Informationsveranstaltungen eingeladen werden, bei denen über entsprechende Veränderungsabsichten diskutiert werden könnte. Die Vereinsmitglieder wurden aufgerufen, Kandidaten für die Neubesetzung der Gremien und insbesondere des Vorstands zu benennen oder sich selbst zur Verfügung zu stellen. Der September ist gleich vorbei, seit der Mitgliederversammlung hat man aber nichts mehr von den gravierenden Reform- und Personalplänen gehört.

Aussortierte und Namenlose

Jubel beim 4:0 Heimerfolg über Budissa BautzenWieder einmal startete Nulldrei mit einer runderneuerten Equipe in die neue Spielzeit; es ist nach dem Abstieg aus der Dritten Liga die sechste Runde in Folge in der viertklassigen Regionalliga. Zuletzt gelang trotz erheblicher Personalrotation zweimal Platz 5. Vor dem Saisonstart herrschte in Babelsberg dennoch - und wie meistens etwas defätistisch - die Sorge, dass es wohl gegen den Abstieg gehen würde. Vier Spieltage sind rum und die Propheten des Untergangs wandeln sich fast zu Aufstiegseuphoristen. So dramatisch muss man die Szene nicht malen, aber gewinnen macht definitiv mehr Spaß als verlieren.