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Tod eines Fans
5. April 2012. Nach dem Spiel Athletic Bilbao gegen Schalke 04 feiern Athletic-Fans auf einem Platz vor einer Kneipe den Einzug ihrer Mannschaft ins Halbfinale der Europa League. Plötzlich stürmen Polizeibeamte den Platz und eröffnen mit Gummigeschossen das Feuer. Athletic- Fan Iñigo Cabacas stirbt zwei Tage später im Krankenhaus an den Verletzungen verursacht durch ein Gummigeschoss.
Trotz zahlreicher gegenteiliger Augenzeugenberichten, behauptet das Innenministerium bis zuletzt, dass es sich dabei um einen Unfall handelte, als die Polizei gegen randalierende Fans vor ging. Wie ein von der baskischen Tageszeitung GARA veröffentlichter Mitschnitt des Polizeifunks nun belegt, gab es ganz offensichtlich keinen Grund für das harte Vorgehen der Beamten, vielmehr war es ein gezielter Angriff auf eine Kneipe von linken Fußballfans.
Das der baskische Innenminister gelogen hatte als er behauptete, die Beamten mussten wegen einer Schlägerei gegen die vor der Kneipe versammelten Fans vorgehen, hatten bereits damals zahlreiche Augenzeugen berichtet. Die nun veröffentlichten Mitschnitte der vor Ort anwesenden Polizeibeamten und ihren vorgesetzten in der Zentrale belegen ebenfalls das es keinen Grund für einen derartig brutalen Polizeieinsatz gab.
Als die Polizisten an den fraglichen Ort kamen, an den sie wegen einer angeblichen Schlägerei gerufen wurden, konnten sie sich von der Gefahrlosigkeit der Situation überzeugen. “Hier gibt es keine Schlägerei“, teilten sie der Einsatzzentrale mit. “außerdem ist der Platz voller Leute“. Dennoch schickt der Einsatzleiter vier Busse einer Eliteeinheit. Ohne Vorwarnung begannen die Beamten zu schießen, vorerst ohne ernsthafte Folgen. Wie Zeugen berichteten, flogen nun Flaschen auf die Beamten. Gleich dreimal berichten die anwesenden Polizisten an ihren Vorgesetzten in der Zentrale, dass keine Gefahr bestehe, “wir haben die Situation unter Kontrolle“. Dennoch hält es den entfernten Einsatzleiter nicht davon ab, den Befehl zu erteilen: “Ich wiederhole, damit das absolut klar ist. Eben habe ich den Gruppenleiter informiert, den Platz stürmen, die Kneipe stürmen, die Situation kontrollieren, mögliche Aggressoren rausschmeißen“. In den Aufnahmen ist zu hören, dass der Gruppenleiter mehrafch zu seinen Schützen sagt, sie sollen “nur leicht“ schießen. Zeugen belegen jedoch, dass Iñigo Cabacas aus nächster Nähe erschossen wurde, als die Beamten aus ihren Fahrzeugen stürmten. Auch Personen die erste Hilfe leisten wollen, werden von der Polizei bedroht und erneut angegriffen. Der Gruppenleiter teilt der Einsatzleitung unmissverständlich mit, dass es einen Schwerverletzten gibt, der ein Gummigeschoss abbekommen hat und fordern einen Rettungswagen. “Okay, der wird ohnmächtig geworden sein“ kommentiert der Einsatzleiter . Der 28-Jährige Iñigo Cabacas starb zwei Tage später an einem Schädelbruch und erhebliche Hirnverletzungen. Der Einsatzleiter wurde unterdessen im November 2013 zum Polizeichef befördert.
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Wider alle herbeischwadronierten Rückrunden-Traumata bezwang der SVB am vergangenen Freitag die Gäste vom FSV Luckenwalde eindrucksvoll mit 6:1. Nach dem Halbzeit 1:0 durch einen Freistoß von Bilal Cubukcu schraubten Andis Shala, Matthias Steinborn (2), Leon Hellwig und Lauritz Schulze-Buschhoff das Ergebnis in kaum erinnerliche Höhen. Am kommenden Freitag gastiert der SVB in Nordhausen und könnte mit einem weiteren Dreier die Top 5 der Regionalliga noch stärker unter Druck setzen.
Die Regionalliga-Mannschaft des SVB beendete am Sonntag die Hinrunde mit einem respektablen siebten Platz. Zu Hause ist unsere Equipe ungeschlagen. Insgesamt musste lediglich eine Niederlage beim BAK quittiert werden. Die Spitzenteams aus Nordhausen, Jena, Zwickau und vom BFC konnten im Karli nicht gewinnen. Der Rückstand auf den Ersten der Tabelle, Wacker Nordhausen, beträgt zwar zehn Punkte. Doch dies ist kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen. In der Rückrunde besteht ohne Zweifel die Möglichkeit, diesen Rückstand zu verkürzen. Die Fähigkeiten dazu hat unsere Mannschaft allemal. Wir wollen deshalb, dass der Verein die erste Mannschaft ins Trainingslager schickt, um bestmögliche Voraussetzungen für eine optimale sportliche Leistung in der Rückserie zu schaffen.
Dem erwartet schweren Gang stellte sich unsere Regionalliga-Equipe im Achtelfinale des Brandenburg-Pokals. Beim Spitzenreiter der Verbandsliga aus Brieselang spielte Nulldrei geduldig, verpasste es aber eine der zahlreichen Chancen frühzeitig zu nutzen. So blieb es Severin Mihm vorbehalten, in der Verlängerung das entscheidende Tor zu erzielen. Im Viertelfinale warten Energie Cottbus, die Regionalliga-Wettbewerber Luckenwalde und Rathenow sowie die Oberligisten aus Strausberg, Fürstenwalde. Außerdem haben sich Ludwigsfelde und Hohenleipisch für die Runde der besten acht qualifiziert.
Im Videointerview mit der Potsdamer Beigeordneten Elona Müller-Preinesberger hat Bernd Schröder, Trainerlegende bei Turbine Potsdam, die Vergabe des Nobelpreises an Babelsberg 03 für die Integrations-Initiative Welcome United vorgeschlagen. Soweit ist es noch nicht, aber immerhin wurde die Aktion jetzt durch das Magazin für Fußballkultur „Elf Freunde“ mit einem Sonderpreis bedacht.